Nachnutzung Hallenbadgelände, Kirchheim unter Teck

Architekturwettbewerb

Wettbewerb Nachnutzung Hallenbadgelände Kirchheim unter Teck - Energieberatung Gossner

Das geplante Wohngebiet bietet durch den hohen Wohnungsmix eine größtmögliche Flexibilität und gliedert sich durch die offene Baustruktur gleichzeitig in die vorhanden Stadtstruktur ein. Für einen einzelnen Investor bis hin zu verschiedenen einzelnen Baugruppen kann kostengünstiges nachhaltiges und ökologisches Bauen mit diesem Konzept verwirklicht werden.
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Der Entwurf sieht für das neue Wohnquartier eine Mischung aus Geschosswohnungsbau, Reihenhäusern und exklusiveren Stadtvillen vor die offen angeordnet sind. Es entsteht ein großes Angebot von verschiedenen Wohnungstypologien, Flexibilität und eröffnet einem Investor eine breite Käuferschaft.
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Sommerlicher Wärmeschutz
Zur Erfüllung des Sommerlichen Wärmeschutzes nach der Energieeinsparverordnung wird ein beweglicher außenliegender Sonnenschutz (Jalousie/Markise) installiert.
Lüftung
Die Belüftung kann kostengünstig über die Fenster durch eine effiziente Querlüftung erfolgen. Für einen höheren Raumlufthygienestandard kann optional auch eine mechanische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert werden.

Wärmeübergabe
Der Heizestrich kann mit niedrigen Systemtemperaturen gefahren werden und bietet neben dem Energieeffizienzvorteil ein Höchstmaß an thermischen Komfort im Winter.

Erzeugung von Wärme und Trinkwarmwasser
Die Festlegung auf einen bestimmten Wärmeerzeuger hängt von zahlreichen Parametern ab. (z.B. Zielvorgaben des Investors). Aufgrund des hohen Dämmstandards (KfW-40 Effizienzhaus) muss verhältnismäßig wenig Wärme zur Beheizung und für die Trinkwarmwasserbereitung erzeugt werden. Die erforderliche Restwärme sollte möglichst effizient, kostengünstig und CO2-neutral bereitgestellt werden.

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Variante 1:
Die Wärme für das gesamte Wohnquartier in einer Heizzentrale in der Tiefgarage zu erzeugen und über ein Nahwärmenetz die einzelnen Haushalte zu versorgen.Die Investitionskosten fallen gegenüber der Variante 2 mit vielen kleinen Einzelanlagen wesentlich niedriger aus.

Für eine zentrale Versorgung stünden mehrere Erzeugungsanlagen zur Auswahl:
a) Favorit: Erdgas-Blockheizkraftwerk mit Spitzenlastkessel (Gasbrennwert oder Pelletkessel), Die vorhandene Gas-Infrastruktur
bietet ein großes Potential zukünftig fossiles Erdgas durch regenerativ erzeugtes Methangas zu ersetzen.
b) Rapsöl-BHKW mit Spitzenlastkessel
c) Automatisch beschickter Biomassekessel befeuert mit Holzhackschnitzel, Pellets oder Miscanthus.

Variante 2:
Bei dezentralen Energieversorgung (z.B. wegen Eigentumsverhältnissen) wird ein automatisch beschickter Holzpelletkessel vorgeschlagen.
Photovolatik-Anlage
Optional kann auf den Dächern eine aufgeständerte PV-Anlage installiert werden.
Regenwasserkonzept
Das Regenwasser der Dachflächen könnte in Zisternen gesammelt und für die Toilettenspülung /Gartenbewässerung verwendet werden. Ein Überlauf führt das nicht benötigte Regenwasser in das unterirdische Rigolensystem ab. Das komplette Regenwasser versickert auf dem Grundstück. Der Bedarf für eine reine Gartenbewässerung ist so niedrig, dass eine Regentonne ausreicht.